Ein Bilderbuch als Vorlage
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Ungewöhnliches Kinderstück
Pforzheim. Ursprünglich war es ein Bilderbuch, das der 1948 in Wuppertal geborene Illustrator Wolf Erlbruch verfasst hat. Aus dieser Vorlage machte die 33-jährige, aus Linz stammende Schauspielerin, Regisseurin, Autorin und Theaterpädagogin Nora Dirsamer ein Theaterstück. Im Podium des Theaters Pforzheim fand jetzt die Erstaufführung des Kinderstücks „Ente, Tod und Tulpe“ statt, das Ayla Yeginer, die an der Hamburger Komödie Winterhuder Fährhaus tätige Tochter von Schauspieldirektor Murat Yeginer, inszenierte und dazu zwei Lieder schrieb.
Christine Schaller und Mario Radosin. Foto: p
Für eine Ente beginnt der für ihr Leben entscheidende Tag wie jeder andere. Wie üblich sieht sie nach dem Wetter und der Sonne und pflegt ihr Gefieder. Doch diesmal fühlt sie sich beobachtet und verfolgt. Und tatsächlich sieht sie hinter sich eine Gestalt, die sich mit den Worten: „Ich bin der Tod, todsicher“ vorstellt und die dazu noch bemerkt: „Ich bin in der Nähe, seit du lebst“. Und wenn die Ente auch später zu ihm sagt: „Ich will nicht sterben“, so macht ihr der Tod doch klar: „Du bist an der Reihe.“ Da nützt es dann auch nichts, wenn sie ihm erwidert: „Ich hasse dich.“ Doch bevor sich die Ente dem Unausweichlichen fügen muss, erleben die Ente und der Tod noch einiges miteinander. Und das ist dann das Theaterstück, in dem die zwei sogar Freunde werden und die Ente gar bekennt: „Tod, du hast mir das Leben gerettet“ und sie ihn zum Dank dafür wärmt.
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