Ein Abend für Christian Morgenstern
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Musik, Rezitation und Eurythmie
Maulbronn (pm). Eine Veranstaltung im Maulbronner Hölderlin-Haus der Anthroposophia hat kürzlich Leben und Werk Christian Morgensterns beleuchtet. Die vier Künstler Rüdiger Fischer-Dorp (Rezitation), Katrin Kellenbenz und Angelika Tacke (Eurythmie) sowie Julian Clark (Klavier) hätten die Besucher, wie es in einer Pressemitteilung heißt, mit intensiver, meisterhafter Gestaltungskraft beschenkt.
Rüdiger Fischer-Dorp gab zunächst einen knappen biografischen Überblick: Als Neunjähriger habe der junge Morgenstern die ihm nahestehende Mutter durch ein Lungenleiden verloren. Der Vater, Maler wie seine Vorfahren, sei ihm fremd geworden. So habe der Junge früh angestrebt, sich einem rein geistigen Leben zu verschreiben. Seit dem 22. Lebensjahr sei sein Leben von Krankheit überschattet gewesen. Die Besucher konnten im Verlauf des Abends die Entwicklung des Werks von der Jugendzeit bis zum Höhepunkt am Lebensende nachvollziehen: In Rezitation und Eurythmie wurden unter anderem „Malererbe“ und „Eins und Alles“ aufgegriffen. Katrin Kellenbenz, in lichtem Gewand, fast schwebend voll Anmut und Leichte, ließ, so heißt es in der Pressemitteilung, bis in die Finger und Fußspitzen den Wechsel in die Weite, zur Sonne, zur Natur und wiederum zur Verinnerlichung im eigenen Ich erleben. Die Zeit ums 30. Lebensjahr fand ihren Ausdruck in „Der einsame Christus“. Bewegend brachte Fischer-Dorp auch das spätere Gedicht „Der Kelch der Ewigkeit“ nahe.
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