Eiche soll Klimawandel trotzen
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Ölbronn-Dürrner Gemeinderat macht sich ein Bild vom Stand der „Forsteinrichtung“. Experten erläutern das Verfahren der gezielten Verjüngung von klimaresistenten Beständen.
Ölbronn-Dürrn. Bei einem Ortstermin im Wald hat sich der Gemeinderat in Ölbronn-Dürrn über die Zwischenergebnisse der sogenannten „Forsteinrichtung“ informiert. Thomas Lehn von der Landesforstverwaltung Freiburg, der neue Enzkreis-Forstamtsleiter Andreas Roth und Revierförster Bernd Obermeier zeigten anhand von konkreten Beispielen an verschiedenen Standorten, worum es beim Verfahren geht. „Die Forsteinrichtung ist der Rahmen für die nächsten zehn Jahre, sozusagen der Flächennutzungsplan für den Wald“, veranschaulichte Thomas Lehn. Die Forsteinrichtung sei erstmals 1833 als hoheitliche Aufgabe begründet worden und finde seither alle zehn Jahre statt.
Die Forstleute Thomas Lehn, Andreas Roth und Bernd Obermeier (4. bis 6. v. li.) erläutern, wie Naturverjüngung im Eichenwald funktioniert. Foto: Helbig
Der Gemeindewald bestehe zu 90 Prozent aus Laubbäumen und zehn Prozent Nadelholz. Die Eiche stelle mit einem Anteil von 43 Prozent einen signifikanten Wert dar, und diesen Schwerpunkt im Ölbronn-Dürrner Wald gelte es zu stärken, hieß es beim Ortstermin. Zwei Eichenbestände von zusammen acht Hektar Fläche sollen verjüngt werden, so die Planung, und zwar über sogenannte „Großschirmschläge“. Bei dieser Methode, die am Mühlauweg besichtigt wurde, werden alle Bäume entnommen, nur die großen, rund 150 Jahre alten Eichen bleiben als Samenspender stehen.
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