Eiberger überrascht mit Kompromissidee
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Illingen (fg). Für heftige Diskussionen hat im Illinger Gemeinderat die neue Benutzungsordnung für gemeindeeigene Einrichtungen gesorgt. Ursprünglich wollte die Verwaltung, dass Anträge für eine Reservierung einer der Hallen frühestens ein Jahr vor dem geplanten Termin genehmigt werden können. Diese Regelung findet nicht nur SPD-Gemeinderat Sigi Nonnenmann unglücklich, der auch dem Kompromissvorschlag der Verwaltung, die Reservierungszeit auf zwei Jahre auszudehnen, wenig abgewinnen kann. „Einige Vereine planen Jubiläen in drei, vier oder fünf Jahren. Sie benötigen Planungssicherheit“, begründete Nonnenmann seinen Vorstoß, keine Einschränkungen zu machen, ab wann eine Halle reserviert werden kann. Warum eine rigorose Regelung mit kurzen Reservierungsfristen Vereine vor Probleme stellt, erläuterte auch Ralf Speidel (Neue Liste) aus Sicht der Badmintonabteilung des SV Illingen: „Der Verband plant Spieltage mindestens anderthalb bis zwei Jahre im Voraus.“ Für die Verwaltung führten hingegen Bürgermeister Harald Eiberger und Hauptamtsleiter Sven Holz ins Feld, dass sich ohne Reservierungsfristen nötige Sanierungen kaum planen ließen. Diesem Argument folgte die Mehrheit im Gemeinderat nur bedingt und sprach sich für mehr Flexibilität aus.
Nachdem in der Diskussion um Fristen und Öffnungsklauseln keine Lösung in Sicht war, zog plötzlich Bürgermeister Harald Eiberger die Notbremse: „Dann machen wir es so, dass die Hallen schon fünf Jahre im Voraus gebucht werden können. Feuer frei.“ Dieser aus der Hüfte geschossene Antrag des Verwaltungschefs fand im Gremium eine Mehrheit.
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