Ehekrise auf der M.S. Aphrodite

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Akteure des TV Hohenklingen stellen bei Theaterabend schauspielerisches Talent unter Beweis

Knittlingen-Freudenstein. Besteigt ein schwäbisches, mäßig glücklich verheiratetes Ehepaar das Kreuzschiff M.S. Aphrodite, auf dem ein französischer Regisseur seine Seifenoper „Dahinschwimmende Liebe“ mit einem tschechischen Assistenten produziert, dann ist eine dramatische Scheidung scheinbar vorprogrammiert. Es ist eine wahrhaft bunte Zusammenstellung, wie sie die Weissachtalhalle in Freudenstein vermutlich selten erlebt hat – bis das Schauspieler-Ensemble des Turnvereins Hohenklingen am Freitag und Samstag die Bühne frei für einen Theaterabend machte.

Ehekrise auf der M.S. Aphrodite

Halbnackte Tatsachen sorgen für beste Unterhaltung in der Weissachtalhalle. Foto: Nagel

Der Autor des Stückes, Bernd Spehling, meinte es allerdings nicht ganz so schlecht mit den pausenlos streitenden Eheleuten Beate und Rüdiger Reichenbach, gespielt von Heiko Schaub und Verena Göbl. In einem Meer greller Klischees droht trotz offenkundiger gegenseitiger Missachtung letztlich doch nicht der Untergang. „Meine Mutter hat gesagt, ich hätte jeden haben können“, stichelt Beate gegen ihren Liebsten geringschätzig in lupenreinem Schwäbisch. „Und meine Mutter meinte, dass du schon jeden hattest“, genießt Rüdiger seine Schlagfertigkeit. Ein kurzfristiger Sieg, der aber auf einer denkbar schlechten Ausgangsposition beruht. Verheiratet ist Beate nämlich nur deshalb mit Rüdiger, weil er dem Mann ihrer Träume, dem Schauspieler Menno Mennerich, zum Verwechseln ähnlich sieht. Und diesen gedenkt sie bei den Dreharbeiten auf der M.S. Aphrodite zu treffen.

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