Du bleibst, was Du bist
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Premiere: „FlussPferde“ von Anneli Mäkelä am Theater Pforzheim
Pforzheim. „Sei immer du selbst, lass dich von niemanden verbiegen, denn es gibt Menschen, die dich genauso lieben und brauchen, wie du bist“, lautet ein Sprichwort. Und das ist auch die Botschaft des Zwei-Personen-Stücks „FlussPferde“ von Anneli Mäkelä, das im Podium des Theaters Pforzheim jetzt Premiere feierte. „Ich bin ein kleines Nilpferd“, mit diesem Liedchen beginnt das Dreiviertelstunden-Stück. „Ich bin mit meinem Leben zufrieden“, behauptet das Nilpferd, denn „Leben heißt Glücklichsein“. Doch diese weise Erkenntnis ändert sich alsbald. Denn da taucht mit „Olé“ ein Pferd auf, das meint: „Ein Pferd ist Freiheit und Bewegung.“ Das Nilpferd ist fett und kann schwimmen, das Pferd ist schlank und kann seilspringen.
FlussPferde: Mira Huber als behäbiges Nilpferd (li.) und Steffi Baur in der Rolle des temperamentvollen Rosses würden am liebsten ihre Rollen tauschen. Foto: Theater Pforzheim
Dieser Unterschied wird von beiden nicht akzeptiert. Vielmehr will nun auf einmal jeder so wie der andere sein. Deshalb beginnt das Nilpferd zu hungern, um auch seilspringen zu können, was aber nicht gelingt, so sehr sich das Nilpferd auch quält und immer schlanker wird. Nicht anders ergeht es dem Pferd, das zu fressen beginnt, immer fetter wird und doch nicht schwimmen kann. Beide fühlen sich in ihrer neuen Gestalt unwohl. Dazu sind sie nicht mehr fähig, das zu tun, was ihnen zuvor leichtfiel. Und so erfüllt sich bei ihnen die Wahrheit: „Schuster, bleib bei deinem Leisten“.
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