Drei in Einem

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Gedanken von Pfarrerin Gabriele Sauer, Mühlacker

Am Sonntag nach Pfingsten feiert die Christenheit den dreifaltigen Gott. Das Fest Trinitatis schließt den Bogen von der Adventszeit mit Weihnachten, von der Passionszeit mit Ostern bis hin zu Pfingsten als letztes Hochfest. Trinitatis ist ein Fest ohne Brauchtum, die ruhigere Zeit im Kirchenjahr beginnt. Alle Sonntage, die jetzt folgen, sind nummeriert nach Trinitatis. Alle Sonntage tragen den Namen des dreifaltigen Gottes.

Drei in Einem

Was für Muslime und Juden im Dialog der Religionen eine große Herausforderung ist, dass im Christentum der eine Gott in drei Personen gegenwärtig sein soll, ist auch für Christen nicht leicht zu denken. So hatte auch Patrick von Irland (5. Jahrhundert nach Christus) seine Probleme, den Iren den Glauben an den dreifaltigen Gott nahezubringen. Als römischer Britannier hatte er in Gefangenschaft die Sprache der Iren gelernt. Das war eine gute Voraussetzung zum Predigen. Aber welches Bild sollte er verwenden, um den dreifaltigen Gott zu erklären? Er wählte ein Bild, das auf der grünen Insel allgegenwärtig ist: das Kleeblatt. Drei und doch eins. In sich vollkommen und schön. Die Iren, die als Kelten Formen, Bilder und Symbole liebten, verstanden dieses wunderbare Bild sofort. Immer mehr Menschen ließen sich taufen. Bis heute ziert das dreiblättrige Kleeblatt stilisiert und kunstvoll ausgestaltet Spitzbögen und Portale der Kirchen, in jedem Souvenirshop kann man Gegenstände mit dem dreiblättrigen Kleeblatt kaufen. Am Nationalfeiertag Irlands, dem St. Patrick’s Day am 17. März, ziehen die Menschen grün gekleidet, mit grünen Hüten und dem Kleeblattsymbol angetan, durch die Straßen und feiern.

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