Diebe vergreifen sich an Grenzstein
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Kleindenkmal aus dem Ötisheimer Wald ist verschwunden – Ideeller Wert übersteigt den materiellen deutlich
Ein außergewöhnlicher Diebstahl beschäftigt die Polizei: Aus dem Ötisheimer Wald ist ein wertvoller Winkelgrenzstein verschwunden.
Aus dem Ötisheimer Wald ist dieser Winkelgrenzstein verschwunden. Foto: Enzkreis
Ötisheim. Er ragt 69 Zentimeter in die Höhe, besteht aus Sandstein und ist in der Form eines aufgeklappten Buchs gearbeitet, dessen Seiten das Ötisheimer Fleckenzeichen der Eidechse tragen. An den Außenseiten sind das Pflugrad von Ölbronn und die Jahreszahl 1781 zu erkennen: So liest sich die Beschreibung des Winkelgrenzsteins, der Eingang gefunden hat in das unlängst erschienene Buch über Kleindenkmale im Enzkreis. Im Original kann der Stein zumindest derzeit nicht betrachtet werden, denn von ihm fehlt jede Spur. Unbekannte hätten den Grenzstein, der im Gewann Eichelberg, genauer im Waldgebiet Schanzenhauf/Pfostenweg, Zeugnis von der Geschichte ablegte, gestohlen, teilte die Polizei gestern mit. Die Beamten waren vom Amt für Baurecht und Naturschutz des Landratsamtes über den Verlust informiert worden. „Wir haben den Diebstahl angezeigt“, sagt der stellvertretende Amtsleiter Wolfgang Kummer. Zuletzt sei der Stein im vergangenen Jahr gesehen worden, als er im Zug von Holzarbeiten umgefallen sei. Als er wieder aufgerichtet werden sollte, sei er nicht mehr auffindbar gewesen. In Zahlen sei der Wert schwer zu messen, sagt Kummer, doch sei der Verlust schwerwiegend, handle es sich doch bei dem Ötisheimer Exemplar um einen seltenen Winkelgrenzstein.
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