„Die sind reingestürmt wie das SEK“
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Wilde Schlägerei in Enzberg mündet in Bewährungsstrafen – Angeklagter kritisiert das Verhalten der Polizei bei seiner Festnahme
Mühlacker/Pforzheim. Wenn zwei von drei Opfern dem Pforzheimer Gericht unentschuldigt fernbleiben, ist das selten ein gutes Zeichen für die Beweisaufnahme. Das gilt auch für den Fall um eine Massenschlägerei in Enzberg im Februar 2016. Erst im dritten Anlauf konnte Richter Oliver Weik gestern im Rahmen eines Deals das Urteil verkünden: zwei Freiheitsstrafen von einem Jahr und zehn Monaten, jeweils ausgesetzt zur Bewährung.
Der Konflikt zwischen zwei Bulgaren und den beiden angeklagten Männern mit türkischen Wurzeln gärte schon länger. Am Vormittag des Tatabends war der 23-jährige Angeklagte im Gegenverkehr auf einer engen Straße in Enzberg mit den Bulgaren aneinandergeraten – nicht zum ersten Mal. „Es gab immer Ärger. Ich bin schon über Umwege nach Hause gefahren. Das habe ich meinem Freund erzählt.“ Der 32-Jährige nahm die Sache in die Hand. „Ich fühle mich als großer Bruder und verantwortlich.“ Mit einer Handvoll Freunde suchte er die Bulgaren auf. Es kam zum Streit, bei dem auch er „ordentlich Dresche bezogen“ habe.
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