Die schlummernden Schätze wecken
Archiv
In den Räumen des Knittlinger Stadtarchivs wird intensiv geforscht. Ein Historiker hat damit begonnen, das Archivmaterial aus Kleinvillars zu ordnen. Die Hoffnung besteht, in absehbarer Zeit auch die Dokumente der Kernstadt in Angriff nehmen zu können.
Knittlingen. Es gleicht einem Puzzle mit vielen Tausend Teilen. Doch anders als beim gekauften Exemplar gibt es in diesem Fall kein fertiges Bild, das eine Orientierung ermöglichen würde. Um so spannender ist die Arbeit, mit der Dr. Ralf Fetzer gerade befasst ist. Wenn er sich durch Blätter wühlt, deren ursprüngliche Ordnung weitgehend zerstört ist, setzt sich Stück für Stück die Ortsgeschichte des Waldenserdorfes Kleinvillars zusammen.
Ein wahrer Schatz, den der Schimmel befallen hat, ist dieses Lagerbuch aus dem Jahr 1722, das in einer frühen Phase des Dorfs Kleinvillars detaillierte Einblicke in die Besitzverhältnisse gibt.
Eine Tierseuchenverordnung liegt über einem Schreiben der Gebäudebrandanstalt, und darunter wiederum befindet sich ein Papier, das einen Schuppenabbruch regeln sollte. So kunterbunt gestaltet sich die Ausgangslage für den Historiker und Verleger, der 2019 bereits die in dicken Bänden eingetragenen Zeugnisse der Geschichte erfasst hat und nun seit kurzem im Rahmen eines weiteren städtischen Auftrags dem Rest des Materials auf die Spur geht. Dabei findet er Stapel vor, die von einer Fachfirma gereinigt wurden, nach einem Jahrzehnte zurückliegenden Ordnungsversuch aber zumeist ohne inhaltlichen Zusammenhang beieinander liegen. „Das ist ein Beispiel dafür, was passiert, wenn Nicht-Fachleute mit einer solchen Maßnahme betraut werden“, sagt Kreisarchivar Konstantin Huber.
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