„Die machen sich lustig über uns“

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Zeuge offenbart vor Gericht eklatante Gedächtnislücken

Pforzheim. Besonders ergiebig verlief am Mittwoch der Prozessauftakt wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vor der Auswärtigen Großen Strafkammer nicht. Dem 37 Jahre alten Angeklagten wirft Erster Staatsanwalt Marco Mayer vor, er habe im Vorjahr mindestens zwei Kilogramm Marihuana in Pforzheim an einen Mittelsmann für 10000 Euro verkauft. Am vereinbarten Preis fehlten noch 3500 Euro, weshalb er seinem säumigen Kunden am 9. November viermal wuchtig mit der Faust gegen den Kopf geschlagen habe. Als zusätzliche Drohung habe er ein Beil dabei gehabt. Bei einer Haussuchung fanden Polizeibeamte im Keller des Angeklagten am 27. November weitere 1000 Gramm Marihuana und 250 Gramm Kokain, außerdem 11000 Euro in bar und Schweizer Franken.

Zum ersten Anklagepunkt wollte der 37-Jährige nichts sagen. Vielleicht später, ließ er seinen Verteidiger Uwe Böhm ausführen. Der zweite Anklagepunkt treffe zu, wobei das Kokain für seinen Eigenbedarf bestimmt gewesen sei. Zu seinen persönlichen Verhältnissen mochte er ebenfalls zunächst nichts sagen. Vielleicht später, sagte Böhm.

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