Die kleine Dott taucht wieder auf
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Kinderbuchklassiker wird neu aufgelegt. Dr. Monika Schmid-Welter aus Illingen hat einen großen Anteil daran, dass die Geschichten nicht in der Versenkung verschwinden. Jetzt ist eine Verlegerin aus Berlin und New York auf die Abenteuer aufmerksam geworden.
Illingen. „Die kleine Dott stirbt nicht“, sagt Dr. Monika Schmid-Welter aus Illingen. Bei der kleinen Dott handelt es sich um eine literarische Figur aus der Feder ihrer Patentante Tamara Ramsay – ein zwölfjähriges Mädchen, das in den Elbtalauen der Prignitz zwischen den Kriegen wohnt und dessen Leben eine dramatische Wende nimmt, als es sich zum Mittsommernachtsfeuer aus dem Haus schleicht. Dabei fällt die Blüte der Rennefarre, einer magischen Pflanze, in Dotts Schuhe. Nun kann sie sehen, was den Menschen sonst verborgen bleibt. Sie kann Tiere verstehen und mit ihnen sprechen, und sie kann tief in die Geschichte blicken. Für die Menschen aber ist Dott nun selber eine unsichtbare Geistergestalt.
Dr. Monika Schmid-Welter freut sich, dass die drei Abenteuerbände mit den Geschichten der kleinen Dott neu aufgelegt werden. Fotos: Fotomoment
Literaturkritiker nennen die Fahrten der keinen Dott in einem Atemzug mit Selma Lagerlöfs „Wunderbare Reisen des kleinen Nils Holgersson“. Allerdings ist die kleine Dott, deren erstes Abenteuer 1938 im Union-Verlag (Stuttgart) erschienen ist und von denen es nach dem Krieg die Bände zwei und drei gab, fast in Vergessenheit geraten, obwohl ihre Abenteuer in einer Auflage von insgesamt 150000 Exemplaren erschienen sind. Ein Blick auf die deutsch-deutsche Geschichte erklärt schnell, wie es dazu kommen konnte, dass der Klassiker Staub angesetzt hat.
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