„Die geistlichen Impulse bleiben“

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Glocken der Herz-Jesu-Kirche läuten für Papst Benedikt – Gläubige feiern Dankgottesdienst

Mühlacker. Mit einem Dankgottesdienst haben sich am Donnerstag die Katholiken Mühlackers und des gesamten Dekanats von Papst Benedikt XVI. verabschiedet. „Wir wollen uns mit ihm im Gebet verbinden“, so Dekan Claus Schmidt vor den rund 80 Gläubigen in der Herz-Jesu-Kirche in Mühlacker. Feierlich zogen Dekan Claus Schmidt, Pater Antonino von der italienischen Gemeinde und Pfarrvikar Joseph Kaniyodickal mit den Ministrantinnen Mona Schick, Paula Elischer, Sofia Thäter und Thuy-Tien Nguyen rund eine Stunde vor dem offiziellen Ende des Pontifikats von Papst Benedikt XVI. in die Kirche ein. Ein großes, im Altarraum stehendes Foto des scheidenden Papstes ließ das kirchliche Oberhaupt auch optisch in der Gemeinschaft präsent sein.

Dem Papst sei es weniger um die Kirche als vielmehr um den Glauben an Jesus inmitten einer globalisierten und medialen Welt gegangen, sagt Dekan Claus Schmidt (2.v.li.).

Dem Papst sei es weniger um die Kirche als vielmehr um den Glauben an Jesus inmitten einer globalisierten und medialen Welt gegangen, sagt Dekan Claus Schmidt (2.v.li.).

Noch vor dem offiziellen Beginn des Gottesdienstes hatte Schmidt mit den Gläubigen das Lied „Wer glaubt, ist nie allein“ einstudiert. Es erinnere die Katholiken aus der Region vor allem an die Begegnung mit dem Pontifex im Jahr 2006 in Bayern und die Rom-Wallfahrt. Alfred Dworschak begleitete die Gläubigen an der Orgel. Etliche Menschen waren früh gekommen, um die Zeit vor dem Gottesdienst in Stille und im Gebet zu verbringen. „Wir wollen dankend für die Amtszeit im Gebet zusammenkommen“, so Dekan Schmidt, der im Verlauf des Gottesdienstes mit den Gemeindegliedern die Eucharistie feierte. Der Papst habe großartige Arbeit geleistet, würdigte der Dekan vor der kirchlichen Feier das Verdienst Joseph Ratzingers. Sein Bestreben sei es gewesen, den Blick auf das Wesentliche zu lenken. Nicht umsonst habe Kardinal Walter Kasper die acht Jahre als „wahrhaft evangelisches Pontifikat“ bezeichnet. Dem Papst sei es weniger um die Kirche als vielmehr um den Glauben an Jesus inmitten einer globalisierten und medialen Welt gegangen. Ganz persönlich zeigte sich Schmidt traurig über das Ende des Pontifikats, da er Benedikt XVI. sehr geschätzt habe. „Ich denke, die geistlichen Impulse bleiben“, war sich der Dekan sicher. „Sein Name bleibt“, bekräftigte Pater Antonino. Das Ausscheiden sei eine mutige Entscheidung gewesen. Er bete für den neuen Papst. Mona Schick hatte die Ankündigung vom Papstrücktritt zunächst für einen Scherz gehalten. „Dass er den Schritt gewagt hat, war sicher nicht einfach für ihn“, ist sich die Ministrantin sicher, dass sich der Papst seine Entscheidung gut überlegt hat. Der Gottesdienst endete mit einem langen Glockengeläut als Zeichen der Dankbarkeit gegenüber dem scheidenden Papst.

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