Die ganze Welt ist eine Bühne
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Das Songdrama „Ewig jung“ von Erik Gedeon, das jetzt Premiere am Theater Pforzheim feierte, hat das Zeug zum Hit im Spielplan
Das Theater ist geschlossen und zu einer Altersresidenz für greise Schauspieler und Sänger umfunktioniert. Und die können es nicht lassen. Getreu dem Motto „Die ganze Welt ist Bühne“ erinnern sie sich und spielen Theater.
Lassen es richtig krachen: Robert Besta (Herr Besta; v.li.), Theresa Martini (Frau Martini), Lilian Huynen (Frau Huynen) und Tobias Bode (Herr Bode). Foto: Theater Pforzheim
Pforzheim. Das ist der Ausgangspunkt für „Ewig jung“, einem Songdrama des in Bern geborenen, inzwischen 53-jährigen Autors, Komponisten und Regisseurs Erik Gedeon. 2001, als er noch musikalischer Leiter am Thalia Theater in Hamburg war, hieß die Uraufführung des Stücks noch „Thalia Vista Social Club“. Inzwischen wurde es weiterentwickelt und unter dem neuen Titel 2007 in Dresden uraufgeführt. Diese Fassung kam jetzt auch in einer pausenlosen, rund eineinhalb Stunden dauernden Vorstellung im Großen Haus des Theaters Pforzheim zur mit reichem Beifall bedachten Erstaufführung. Und man muss kein Prophet sein, um heute schon sagen zu können, dass diese von Alexander May inszenierte Produktion ein Hit im Spielplan werden wird. In Pforzheim treten alle Darsteller unter ihrem eigenen Namen auf. Und so könnte man sagen, sie spielen sich selbst – gestern, heute und morgen. Doch das wünscht man ihnen nun auch wieder nicht, vor allem wenn man an das Morgen und Übermorgen denkt. Denn bei allem Spaß, den die Protagonisten haben und der sich beim Publikum als fast ungezügelte Freude am Dargebotenen einstellt, ist doch auch die makabre Seite der mit schwarzem Humor reichlich gewürzten Geschichte nicht zu übersehen.
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