Die beste Waffe ist das Gehirn
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Am Mühlacker Theodor-Heuss-Gymnasium stößt das Selbstbehauptungsprojekt „Starke Jungen“ auf ein positives Echo
Mühlacker. Ganz ohne blaue Flecken kam wohl keiner der Jungen davon, die am Selbstbehauptungsprojekt „Starke Jungen“ am Theodor-Heuss-Gymnasium Mühlacker (THG) teilgenommen haben. Denn in dem dreitägigen Workshop ging es bereits beim ersten Termin mächtig zur Sache: „Wenn euch jemand attackiert, müsst ihr ruckzuck von 0 auf 100 sein“, appellierte Trainer Manuel De Vita an die 15 Sechstklässler, die sich zum Projekt angemeldet hatten. „Was ihr in so einer Situation nicht habt, ist Zeit. Ihr müsst schnell und entschlossen reagieren.“
Anschaulich verdeutlicht Trainer Manuel De Vita (schwarze Jacke) am Theodor-Heuss-Gymnasium den Teilnehmern des Projekts „Starke Jungen“, dass Selbstverteidigung im Kopf beginnt. Foto: bbk
Klar, dass De Vita auch praktische Tipps zur Hand hatte: In Partnerübungen lernten die Jungen, wie man sich mit einem Rückwärtsschritt, bei Bedarf auch einem Tritt ans Schienbein, und einer raschen Drehbewegung aus der Umklammerung eines Gegners löst. „Es gibt beim Angreifer, der euren Arm festhält, immer eine Lücke zwischen dem Daumen und dem Zeigefinger. In diese Richtung müsst ihr euch dem Angriff entziehen“, erläuterte der Trainer, der im Tavido-Zentrum Eutingen als Kampfsportlehrer tätig ist. Trotz aller Verteidigungsübungen sollte der Selbstbehauptungskurs vor allem eines vermitteln: Bevor man sich mit Gewalt zur Wehr setzt, sollte man gefährliche Situationen entweder gezielt vermeiden oder zunächst mit Worten zu entschärfen versuchen. „Euer Gehirn ist eure beste Waffe“, verdeutlichte De Vita. „Das Körperliche ist absoluten Notsituationen vorbehalten.“
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