„Die Wildbienen haben keine Lobby“

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Initiative „Mühlacker summt!“ tritt für den Schutz blütenbestäubender Insekten ein – Am 13. Oktober findet offener Workshop statt

Mühlacker. „Mühlacker summt!“: Eine in den Stadtfarben gebänderte Biene wird zum Symbol einer Initiative, die den Schutz von blütenbesuchenden Insekten voranbringen will. Vor mehr als 40 Interessierten, darunter eine Reihe von Stadträten, stellten am Donnerstag der Initiator des Aktionsbündnisses, Professor Dr. Martin Hasselmann, und Cornelis F. Hemmer von der Stiftung Mensch und Umwelt das Projekt zum Erhalt der Artenvielfalt vor.

„Die Wildbienen haben keine Lobby“

Professor Dr. Martin Hasselmann, Dr. Ulrike Fuchs, OB Frank Schneider und Cornelis F. Hemmer von der Stiftung Mensch und Umwelt (v.li.) lassen Mühlacker summen. Foto: Appich

Vor etwa fünf Wochen hatte Hasselmann seine Idee, Mühlacker möge sich an der bundesweit summenden Initiative beteiligen, im Gemeinderat vorgebracht, fand fraktionsübergreifende Zustimmung, und Oberbürgermeister Frank Schneider unterzeichnete eine Vereinbarung der Stadt mit der Stiftung Mensch und Umwelt, die „Deutschland summt!“ ins Leben gerufen hat. „Die Wildbienen haben keine Lobby“, sagte Hasselmann. Von den 560 Arten, die hierzulande heimisch sind, sei etwa die Hälfte vom Aussterben bedroht. Ein entscheidender Grund für den Rückgang blütenbesuchender Insekten wie Bienen, Schmetterlinge oder Käfer ist der Verlust ihrer Lebensräume. Dabei haben sie als Blütenbestäuber eine enorme Bedeutung. Studien hätten gezeigt, dass der Fruchtbehang um zehn bis 15 Prozent ansteige, wenn sowohl Honig- als auch Wildbienen die Blüten besuchen, so Hasselmann. „Die biologische Vielfalt zählt.

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