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Katholiken wählen Kirchengemeinderäte – Andrang vor und nach dem Gottesdienst
Mühlacker. Im katholischen Dekanat Mühlacker wurden am Wochenende die Kirchengemeinderäte neu gewählt. Zur Wahl aufgerufen waren, wie es im Vorfeld hieß, insgesamt 14810 Katholiken. Nach ersten Schätzungen gaben in Mühlacker über zehn Prozent der 4751 Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Zeitgleich fanden auch die Wahlen für den italienischen Pastoralrat statt. Im Vorfeld war die Durchführung einer allgemeinen Briefwahl beschlossen worden. Tatsächlich nutzte die Mehrzahl der Wahlberechtigten diesen Weg. Dennoch gab es etliche Katholiken, die am Samstag und Sonntag ihren Stimmzettel persönlich in die Urne im Anton-Müller-Gemeindezentrum steckten. Von 18 Kandidaten für Mühlacker waren 13 zu wählen, wie Wahlausschuss-Vorsitzender Gerhard Polzer erklärte.
Am Wochenende sind die neuen katholischen Kirchengemeinderäte gewählt worden. Parallel dazu haben die Wahlen für den italienischen Pastoralrat stattgefunden.Foto: Stahlfeld
Am Sonntag herrschte vor allem vor und nach dem Gottesdienst ein größerer Andrang im Wahllokal. „Das macht die Wahl einfacher“, so Wahlvorstands-Vorsitzender Manfred Bauer zum Umstand, dass in Mühlacker die unechte Teilortswahl abgeschafft worden sei und somit auf die Teilgemeinden Ötisheim und Enzberg keine reservierten Sitze mehr entfielen. Bauer war sich sicher, dass die beiden Teilgemeinden auch in Zukunft im Kirchengemeinderat repräsentiert sein werden: „Tendenziell sind sie sogar besser vertreten, weil es aus Ötisheim und Enzberg mehr Kandidaten als aus Mühlacker gibt.“ Nach Ansicht von Bruno Oser hätte man die unechte Teilortswahl nicht unbedingt abschaffen müssen. „Aber das ist der Zug der Zeit“, meinte der Katholik bei der Stimmabgabe. Ihm sei es wichtig, dass die Teilorte ihr Gemeindeleben erhalten können. Manfred Schmidt indes begrüßte die Abschaffung der unechten Teilortswahl, die ja einst als Übergangslösung eingeführt worden sei. „Nach der langen Zeit ist das überfällig, es soll ja eine Persönlichkeitswahl sein“, sagte er am Sonntag im Wahllokal.
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