Die Vergangenheit als Mahnung für die Gegenwart
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IG Metall ehrt am 8.Mai, dem Tag der Befreiung vom Faschismus und dem Ende des 2. Weltkriegs, ihre Jubilare
Niefern-Öschelbronn. Die IG Metall Pforzheim konnte in diesem Jahr zwei Mitglieder ehren, die bereits vor 70 Jahren in die Gewerkschaft eingetreten sind. Da sich am 8. Mai das Ende des Zweiten Weltkrieges gleichfalls zum 70. Mal jährte, war dies der Anlass, die Mitgliederehrung auf diesen Jahrestag zu legen. Geehrt wurden im Ameliussaal aber auch Mitglieder, die seit 60, 50 und 40 Jahren dabei sind.
Jubilare der IG Metall: Karl Windpassinger aus Lienzingen (vorne Mitte) hat sich bereits 1945 der Gewerkschaft angeschlossen. Foto: Tilo Keller
„Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“, forderte Martin Kunzmann, erster Bevollmächtigter der IG Metall Pforzheim. „Diese Worte hätten vor über 70 Jahren ausgereicht, um verhaftet zu werden, vor allem für uns Gewerkschafter.“ Er bezeichnete den 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung. Kunzmann erinnerte an die Zusammenhänge der Ernennung von Adolf Hitler zum Reichskanzler im Januar 1933 und dem folgenden Reichstagsbeschluss zum Ermächtigungsgesetz im März 1933. „Als einzige Partei stimmte die SPD geschlossen dagegen“, erinnerte Kunzmann. „Die kommunistischen Abgeordneten waren zu diesem Zeitpunkt bereits verhaftet.“ Im Mai 1933 wurden die Gewerkschaftshäuser besetzt, die Funktionäre verhaftet – auch in Pforzheim. Schließlich begann mit dem Überfall auf Polen im September 1939 der Krieg.
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