Die Uniform mit der Kochschürze vertauscht
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Nach der Pensionierung suchte der frühere Polizeibeamte Dietmar Grusenick eine Beschäftigung und fand sie in der Vesperkirche
Pforzheim. Heute riecht es nach Fleischkäse und Sauerkraut, was allein schon ein warmes Gefühl im Magen erzeugt. Davon abgesehen muss aber auch keiner frieren, der zur Vesperkirche kommt. Und ganz sicher alles andere als kalt wird es den 63 Helfern, die im Kirchenschiff der Stadtkirche, im angrenzenden Raum und im dazugehörigen Gemeindehaus an diesem Donnerstag ihren Dienst tun.
Immer freundlich, immer zur Stelle: Dietmar Grusenick ist einer von 63 Helfern, die am Donnerstag für einen reibungslosen Ablauf in der Vesperkirche sorgen. Foto: Roth
Auch Dietmar Grusenick (63) hat – vor allem am Mittag – nur wenige Momente, um mit in die Seite gestemmten Händen mal kurz den Rücken zu entlasten und sich einen Überblick zu verschaffen. Sein Blick gilt den Tischen, an denen pro Tag mindestens 500 Leute Platz nehmen, die zum Kaffeetrinken kommen oder zum Mittagessen – oder beides. „Manche kommen ja auch mit Rollator, wie sollen die das machen, da noch ein Essen zu tragen?“, fragt er. Und genau da kommt er zum Einsatz, nimmt Essensbons entgegen, will wissen, welche Mahlzeit er denn bringen darf, räumt Geschirr weg, holt Apfelsaft und hat zwischendrin auch mal Zeit für einen kurzen Plausch. „Man trifft immer wieder auch auf Klientel von früher“, sagt der Pensionär, der die Polizeiuniform nun quasi gegen eine Kochschürze getauscht hat.
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