Die Mönche und ihr „Spülklosett“
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Kunsthistoriker Dr. Ulrich Knapp stellt sein Buch „Die Zisterzienser und das Wasser“ vor. Ohne Wasser gäbe es kein Kloster Maulbronn. Ausgeklügeltes Leitungssystem für Versorgung mit Trinkwasser und Abfluss des Brauchwassers war überlebenswichtig.
Maulbronn. Das ehrwürdige Kloster Maulbronn mal aus einem ganz anderen Blickwinkel erforscht, nämlich von unten. Sogar ein Platz auf einer Latrine konnte unter Umständen den bisherigen Kenntnisstand beträchtlich erweitern. Welch hoch technisiertes System diverser Wasserläufe in breit ausgedehnten zu- und wegführenden Leitungsnetzen das Leben im Kloster erst möglich machte, hat der promovierte Kunsthistoriker Dr. Ulrich Knapp seit Jahren erforscht. In Maulbronn stellte er in einem Pressegespräch, zusammen mit Michael Hörrmann, dem Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, sein neuestes Buch vor: „Die Zisterzienser und das Wasser – unter besonderer Berücksichtigung der Abteien Bebenhausen, Maulbronn und Salem“ lautet der Titel des 312 Seiten umfassenden großformatigen Werks mit zahlreichen weiterführenden Skizzen und Abbildungen. Mit in der Runde saß auch Petra Mohr, die stellvertretende Leiterin der Klosterverwaltung.
Vorstellung des neuen Buchs zum Kloster Maulbronn (v.li.): Michael Hörrmann, Geschäftsführer der Landesanstalt Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, die stellvertretende Leiterin der Klosterverwaltung, Petra Mohr, und Autor Dr. Ulrich Knapp. Foto: Fotomoment
„Ich bin stolz, nicht nur das Buch, sondern auch den Autor vorstellen zu dürfen. Dieses Buch ist eines der besten unter den rund 20, die die Staatlichen Schlösser und Gärten bislang herausgegeben haben“, führte Hörrmann in das Thema ein und stellte fest: „Ohne Wasser gäbe es heute kein Kloster Maulbronn.“ Schon bevor ein Orden ein neues Kloster gründen wollte, seien aufwendig die vorhandenen Wasserressourcen geprüft worden. Wasser als Lebensmittel, als Trinkwasser, gespeist von Quellen und Grundwasser, musste rein sein. Brunnen wurden gebohrt. Wasser diente zur Bewässerung der großen Wirtschaftshöfe, wie zum Beispiel dem Elfinger Hof. Nur so ließ sich die erfolgreiche und auch lukrative Bewirtschaftung umsetzen.
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