Die Lust auf Technik neu wecken

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Der Fachkräftemangel stellt die Elektroinnung Pforzheim-Enzkreis vor Herausforderungen

Neulingen-Bauschlott. Vor den rund 50 Teilnehmern der Hauptversammlung der Elektroinnung Pforzheim-Enzkreis wollte Innungsobermeister Andreas Kling nicht lange drum herum reden: „Das größte Problem des Handwerks sind der Fachkräftemangel und der Mangel an qualifizierten Auszubildenden“. Die Innung versuche hier schon lange, mit kleinen Puzzlebausteinen gegenzusteuern. Etwa mit einem Werbefilm, der vier Wochen in den Kinos lief und Jugendliche zum Elektrohandwerk motivieren sollte. Berufsinformationstag und Einführungsabende für Lehranfänger zählen genauso wie der Appell an die Meisterbetriebe: „Bilden Sie weiter aus und bilden Sie gut aus.“

Die Lust auf Technik neu wecken

Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Mathias Morlock, der Obermeister der Elektroinnung, Andreas Kling, und der Geschäftsführer des Fachverbands Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg, Andreas Hausch (v.li.). Foto: Peche

Nach Berechnungen von Instituten werden bis zum Jahr 2030 allein in Elektro- und Versorgungsberufen mehr als eine halbe Million Erwerbspersonen fehlen. „Wir müssen also neue Wege gehen, um bei Schülern die Lust auf Technik zu wecken“, sagte Kling in seinem Jahresbericht. Neben der fundierten Berufsausbildung als Basis müsse die berufliche Kompetenz der Mitarbeiter mit gezielter Weiterbildung an die neuen Herausforderungen der Technik angepasst werden. Das ist auch nötig, damit die Ausbildung des Nachwuchses auf dem aktuellen Stand der Technik gelingt. Wie Martin Schotte in seinem Bericht über die Abschlussprüfungen darlegte, sind die Azubis in der Dualen Ausbildung benachteiligt gegenüber denen aus der Berufsfachschule. Sie zeigten Defizite bei der Ausführung von Grundschaltungen, die Berufsfachschüler locker beherrschten. „Die praktische Wissensvermittlung ist Aufgabe des Lehrbetriebs“, so Schotte. Nur so könnten die Lehrlinge eine gute Gesellenprüfung ablegen. Mit den Ergebnissen der Abschlussprüfungen bewegt sich die Innung Pforzheim/Enzkreis nahe am Landesdurchschnitt. Im Teil eins der Prüfung im zweiten Lehrjahr gab es 31 Teilnehmer, von denen 22 die Prüfung bestanden mit einem Durchschnitt von 3,6. Im Teil zwei der Prüfung, die im Februar stattfand, gab es 28 Teilnehmer und 21 erfolgreiche Absolventen. Der Schnitt lag hier bei der Note 3,3.

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