Die Künste in Zeiten des Umbruchs

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Bretten (pm). Immer wieder haben im Lauf der Geschichte radikale gesellschaftliche Umbruchprozesse auch Einflüsse auf die Künste. Welche Auswirkungen hatte in diesem Sinne die Reformation, vor allem nach der Phase der Radikalisierung, bei der im Bildersturm vor allem die religiöse Kunst attackiert wurde? Was machten die Bildhauer oder Maler, nachdem in Mitteldeutschland ihre bereits ausgelieferten Werke nicht mehr bezahlt beziehungsweise keine neuen in Auftrag gegeben wurden? Diesen Fragen geht Professor Dr. Dr. Andreas Tacke am Freitag, 12. September, um 20 Uhr im Melanchthonhaus Bretten nach. Der Kunsthistoriker und Architekt beschäftigt sich mit Überlegungen zum Kunstmarkt der Reformationszeit unter der Überschrift „Cranach zwischen altem und neuem Glauben“. Er stellt fest: Die Klage der Künstler war unüberhörbar, und Abwanderungen oder der Wechsel des Berufs prägten die Umbruchszeit ebenso wie eine zukunftsweisende thematische Neuausrichtung der Künstlerwerkstätten. Tacke verweist auch auf ein jüngstes Beispiel des Einflusses politischer und sozialer Veränderungen auf die Bildende Kunst: Nach dem Zusammenbruch der DDR und der deutschen Wiedervereinigung mussten sich die dem Regime nahestehenden Künstler neu orientieren. Der öffentliche Abendvortrag ist Teil der Jahrestagung des Theologischen Arbeitskreises für Reformationsgeschichtliche Forschung. Der Eintritt ist frei.

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