Die Hupe jagt keine Taube vom Platz
Archiv
Historische Fahrzeuge bis ins Baujahr 1930 in Pforzheims Fußgängerzone
Pforzheim. Von Bretten her kommend tuckert die Kolonne in Richtung Pforzheim. Dabei handelt es sich nicht um nigelnagelneue Flitzer, die am Samstagnachmittag um die Ecke kommen, sondern um besondere Karossen, die ihre ersten vierrädrigen Umdrehungen vor dem Jahr 1930 gemacht haben. Aufgrund von Pannen gibt es hier und da eine Ausnahme. Ein paar der 71 gemeldeten Oldtimer hinterlassen für diese besondere Fahrt zu Ehren der ersten Autofahrerin Bertha Benz für ein paar Tage eine Lücke im Dr.Carl Benz-Museum in Ladenburg. Sie nehmen Fahrt auf von Mannheim nach Pforzheim und auf einer anderen Route durch den Nordschwarzwald wieder zurück. So hat es Bertha Benz am Morgen des 5. August 1888 auch gemacht. Sie wollte der Erfindung ihres Mannes Carl Benz einen Schub geben und fuhr ohne sein Wissen und mit den beiden Söhnen Eugen und Richard los.
Günter John und seine Frau Marianne mit einem „Delage“, der mit 24 PS unterwegs ist. Foto: Roth
Ein Stopp oder zumindest ein Hupen ist nun auch über 100 Jahre später für das internationale Fahrerfeld obligatorisch: die Pforzheimer Straße 18 in Bauschlott. Dort stand das Anwesen des Schuhmachermeisters Karl Britsch, der der Fahrerin, oder genauer: ihrem Fahrzeug, neues Leder auf die Bremsbeläge schlagen musste.
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