Die Geheimnisse der Zeitkapsel

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Bei Ausgrabungen in Pforzheim entdecken Fachleute ein Fundament mit spannendem Inhalt aus dem Jahr 1829

Archäologen sind moderne Schatzsucher, und bei den Grabungen auf dem Pforzheimer Rathaushof wurden sie kürzlich fündig: Auf der Spur der ehemaligen Stadtkirche stieß das Grabungsteam der Landesdenkmalpflege auf die Fundamente des „Hübsch-Baus“.

Die Geheimnisse der Zeitkapsel

Ein für die Beteiligten emotionaler Moment: Die Abdeckung des Grundsteins wird angehoben. Foto: Peche

Pforzheim. Benannt wurde das Gebäude nach dem badischen Baumeister Heinrich Hübsch, dessen Entwurf einer doppeltürmigen Kirche in den Anfängen stecken blieb. Im Fundament des Nordturms fanden Grabungsleiterin Marianne Lehmann und ihre Kollegen den Grundstein des Gotteshauses mit eingelassener Inschriftenplatte. Die Sandsteinplatte verschließt offenbar einen kleinen Hohlraum im Grundstein, in dem eine „Zeitkapsel“ vermutet wurde. In dieser Woche stellte sich der Verdacht der Fachleute als richtig heraus: Folke Damminger, der Leiter für mittelalterliche Archäologie beim Landesamt für Denkmalpflege, war begeistert, als der Grundstein Stück für Stück sein Geheimnis freigab: Drinnen steckten Weizenähren in einem Apothekerglas, drei zerborstene Flaschen, ein Metallbehälter mit Münzen und eine Zinntafel auf dem Boden des Hohlraums, bei dem man eine Inschrift nur mit viel Fantasie erkennen konnte. „Das ist ein nicht wiederholbarer Moment“, sagte Damminger geradezu mit Inbrunst.

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