Die Gedanken kreisen ständig um Drogen

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Prozess um Einbruchserie: Gutachter schließt verminderte Schuldfähigkeit der Angeklagten nicht aus

Pforzheim. Die Einbruchserie, mit der die beiden Angeklagten Anfang 2014 Pforzheim, den Enzkreis und die Umgebung unsicher gemacht haben, war der vorläufige berufliche Höhepunkt zweier Drogenkarrieren. Ein Gutachter schloss vor Gericht eine verminderte Schuldfähigkeit der Täter nicht aus, bewertete ihre Therapiechancen aber kritisch. Die Polizei geht davon aus, dass die Bande über 50-mal in Pforzheim und im Enzkreis, aber auch im Kreis Karlsruhe und im Kreis Ludwigsburg eingebrochen war, bevor im März 2014 ein 26-jähriger Georgier auf frischer Tat ertappt und das Diebesnest mit 1600 Beutestücken in einer Pforzheimer Wohnung ausgehoben werden konnte.

Dass die Einbruchserie überhaupt so ausufern konnte, spricht angesichts der schweren Drogenabhängigkeit der beiden Angeklagten für viel Glück oder erstaunlich gute Organisation. Zwei bis drei Gramm Heroin will sich der mittlerweile 27-jährige Mann aus Georgien täglich gespritzt haben. Sogar auf vier bis fünf Gramm Heroin täglich schätzt der 36-jährige Russlanddeutsche, dessen Wohnung mindestens zwei Bandenmitgliedern als Unterschlupf diente, seinen Bedarf.

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