Die Faszination des Verbindenden
Archiv
Manfred Rapp hat die Geschichte der Bauwerke, die in Dürrmenz über die Enz führten und führen, beleuchtet
Der Tag des offenen Denkmals hat am Sonntag vielerorts im Enzkreis und darüber hinaus die Brücke zwischen den Menschen von heute und der Geschichte geschlagen. Bei der Führung, die Manfred Rapp in Dürrmenz anbot, war dies ganz und gar wörtlich zu verstehen.
Heute überspannt die Herrenwaagbrücke die Enz. Die älteste Erwähnung einer Brücke in Dürrmenz stammt aus dem Jahr 1368.
Mühlacker. Nein, einen Zoll mussten die an der Historie Interessierten nicht entrichten, die sich des Straßenfesttrubels zum Trotz um 13 Uhr mit Manfred Rapp am Denkmal des Waldenserführers Henri Arnaud trafen und dafür die Herrenwaagbrücke überquerten. Dass dies früher anders war, stellte nur einen kleinen Teil dessen dar, was ihnen der mit zahlreichen Bilddokumenten und reichem Wissen ausgestattete Stadtführer an spannenden Informationen präsentierte. Wer weiß schon, dass die älteste Erwähnung einer Dürrmenzer Brücke aus dem Jahr 1368 datiert und dass es einige Meter weiter in Richtung Friedhof regelmäßig angeordnete Steine auf dem Grund der Enz zu sehen gibt, die von einer uralten Furt – möglicherweise aus Römerzeiten – zeugen? Wem ist bewusst, dass der Platz an der Brücke am 15. September 1699 Schauplatz eines historischen Ereignisses war, als die neu angekommenen Waldenser sich dort in Scharen zu versammeln und dem neuen Herrscher den Treueschwur zu leisten hatten? „Das war gewissermaßen der allererste Schritt hin zur Integration“, ordnet Manfred Rapp den Tag ein und hat mit dieser Art des völkerverbindenden Brückenschlags einen zweiten Ansatz gefunden, der perfekt zum aktuellen Motto des Denkmaltags „Was uns verbindet“ passe.
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen