Die Faszination der Finsternis
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Für sein Projekt „Dark Waves“ hat Ballettdirektor James Sutherland einen ungewöhnlichen Ort gewählt: einen ehemaligen Schlachthof
Finsternis, Raum, Bewegung, Bilder, Ton – mit einer Collage aus Tanz, Kurzfilmen und Video-Projektionen inszenierten James Sutherland, Ballettdirektor des Theaters Pforzheim, und Kurator Robert Eikmeyer die Lebenswelten jugendlicher Subkulturen im leerstehenden Schlachthof als „Dark Waves“ in emotionsgeladenen Episoden.
Emotionsgeladene Bilder vermitteln die Tänzer in James Sutherlands „Dark Waves“. Foto: Hansen
Pforzheim. „Count to Six and Die“ – prangt in schaurigen schwarz-triefenden Lettern am Eingang des leerstehenden Schlachthofes in der Oststadt. Rolltore, schwere Metalltüren zu ehemaligen Kühlräumen, Fleischerhaken am Transportband an der Decke, im Boden Ablaufrinnen für Blut, weiß geflieste Wände im erbarmungslos kalten Licht, von denen noch eine Ahnung von Tod widerhallt. Die Location, die James Sutherland für „Dark Waves“ gewählt hat, ist beklemmend. Der Weg der Besucher – folgt er dem Gang des Schlachtviehs? – führt vorbei an Kurzfilmen von David Lynch in Endlosschleifen: The Grandmother, Six Men Getting Sick, The Amputee. Sie geben durch vergitterte Mauerdurchbrüche in trostlos nackten Räumen den Blick frei auf Abgründe, Schmerzen, Hoffnungslosigkeit.
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