Die Angst um die Familien ist ständiger Begleiter

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Aboubakar Maiga verfolgt mit Schrecken die Entwicklung in seinem Heimatland Mali

Pforzheim. Eigentlich wollte Aboubakar Maiga (45) diesen Sommer mit seiner ganzen Familie nach Mali fliegen und sowohl seine Familie in Djenne als auch die Familie seiner Frau Farmata Touri (35) in der Hauptstadt Bamako besuchen. „Ich bin mir aber noch unsicher, ob wir das machen sollen“, zweifelt der Informatiker, der seit 22 Jahren in Deutschland ist und in Pforzheim lebt. „Ich habe schon ein bisschen Angst.“

Aboubakar Maiga ist erschüttert: In seinem Heimatland Mali tobt ein blutiger Krieg. Foto: Roth

Aboubakar Maiga ist erschüttert: In seinem Heimatland Mali tobt ein blutiger Krieg. Foto: Roth

Die jüngsten Entwicklungen in seinem Heimatland dienen nicht gerade der Beruhigung, im Gegenteil: Sie schüren die Angst noch. Obwohl die Familien im (noch) relativ sicheren Süden und fernab von den Kämpfen im Norden Malis zwischen Regierungstruppen und islamistischen Rebellen leben – die Kinder Assia (11), Ahmed (9) und die Zwillinge Kadi und Alassana (6) sollen auf keinen Fall in Gefahr gebracht werden und werden wohl noch warten müssen, bis sie die Heimat ihrer Eltern kennenlernen. „Ich fliege wohl eher wieder alleine“, so Aboubakar Maiga, der jedes Jahr in Mali ist und hautnah mitbekommt, wie es den Menschen dort geht. Er hofft, dass seine Familie in Djenne weiterhin sicher bleibt – die Ortschaft liegt auf einer Insel und ist nur mit Fähre erreichbar. „Im Moment rufen wir jeden Tag zu Hause an. Und wir verfolgen mehrmals am Tag die Nachrichten“, so Maiga.

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