Der große Wurf und andere Hingucker
Archiv
Die Stadt Maulbronn präsentiert von morgen an im Fruchtkasten eine Retrospektive der Fotografin Uta Süße-Krause
Die Sicherheitskräfte sind perplex: Warum fliegt ein roter Cellokasten durch die Luft vor der Freiheitsstatue? Die Antwort kennt Uta Süße-Krause, die nicht nur diese Szene mit ihrer Kamera eingefangen hat. Vom Ergebnis können sich die Besucher einer Ausstellung in der Maulbronner Stadthalle überzeugen.
Rund dreieinhalb Tage dauert der Aufbau in der Stadthalle. Dort präsentiert die Fotografin Uta Süße-Krause von Freitag an Werke aus vier Jahrzehnten. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Kloster Maulbronn. „Schlaflos“ heißt etwa die auf dem großen Bild links zu sehende Aufnahme aus dem Jahr 1978. Die Künstlerin stellt auch ihren Cellokasten in den Mittelpunkt spannender Inszenierungen. Hier präsentiert sie ein Bild, das unmittelbar an der Freiheitsstatue in New York entstand. Weitere Wahrzeichen in aller Welt hat sie mit ihrer Kamera eingefangen und im Moment der Aufnahme verfremdet. Ganz und gar lebensecht setzt sie dagegen berühmte Cellisten ins rechte Licht. Damit diese den optimalen Platz im Ausstellungsraum finden, hat sie einen genauen Plan (im oberen Bild vorne) entworfen.
Maulbronn. Ein Rollgerüst, viele, viele schlanke weiße Kartons mit kostbarem Inhalt, fleißige Helfer, die Wände und Stellwände nach und nach mit 130 Fotos unterschiedlichster Größe bekleiden, und mittendrin Uta Süße-Krause, die unmittelbar vor einem Heimspiel steht: Von Freitag an ist ihre Retrospektive „Fotografien aus 4 Jahrzehnten“ in der Stadthalle zu sehen. Die Stadt widmet ihre große jährliche Ausstellung damit einer in Maulbronn geborenen Künstlerin, die als Tochter des früheren Kirchenmusikdirektors Martin Süße – Musiklehrer am Seminar, Leiter der Kantorei und Initiator der Klosterkonzerte – im unmittelbaren Umfeld des Klosters aufgewachsen ist. Ihre „Seelen-Heimat“ hat sie seit den 1970er Jahren immer wieder neu ins Bild gesetzt. Aufnahmen in Schwarzweiß, Farbe und abstrahiert lassen den stets neugierigen Blick auf das so häufig fotografierte Denkmal erkennen, die Fähigkeit, besondere Lichtverhältnisse und Stimmungen einzufangen und den Betrachter damit zu überraschen.
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen