Der frühe Vogel kann mich mal
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Typisch, typisch ... Jenny Joy Schumann über Klischees – Heute: Frühaufsteher
Die Einen krähen mit dem Hahn, stehen so früh auf, dass sie auf den Sonnenaufgang warten müssen, und strahlen bei Beginn der Arbeit schon gute Laune aus. Die Nachteulen hingegen quälen sich mit dem aggressiven Klingeln des Weckers aus dem Bett, begeben sich auf die Suche nach Kaffee und versuchen, einen Absturz der Augenlider zu verhindern. Frühaufsteher und Langschläfer. Aber gibt es wirklich nur diese beiden Extreme? Ich habe mal nachgefragt.
Langschläfer oder Frühaufsteher?
„Morgenstund hat Gold im Mund“ – der Leitspruch der Frühaufsteher, steht als Synonym dafür, dass derjenige, der früh morgens schon mit der Arbeit beginnt, mehr erreicht. Rein rechnerisch ist das nicht unbedingt zu belegen, denn es hängt auch davon ab, wann die Frühaufsteher im Vergleich zu denen, die später dran sind, am Abend schlafen gehen. Aber woher kommt diese Weisheit? Es ist die wortgetreue Übersetzung des lateinischen Lehrsatzes „aurora habet aurum in ore“. Dieser bezieht sich auf die personifizierte Morgenröte (aurora), die Gold im Mund und Gold im Haar trägt. Dem hält schon 1979 die Band Truck Stop in einem ihrer Songs entgegen: „Morgenstund hat Gold im Mund, doch damit siehst du auch nicht besser aus. (…) Fang deinen Tag doch später an, dann bleibst du länger dran.“
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