Der erste Jahrgang kann kommen

Archiv

Der neue Gemeinschaftsschulstandort in Maulbronn ist aber immer noch eine Baustelle

Maulbronn. Die Schule am Silahopp in Maulbronn nimmt nach den Sommerferien die ersten Gemeinschaftsschüler auf, die in der Partnerschule am Standort in Illingen als Pioniere einer neuen Schulform in der fünften Klasse gestartet waren und jetzt als Achtklässler nach Maulbronn wechseln, um dort ihre schulische Laufbahn bis zum Abschluss fortzusetzen. Damit an der Maulbronner Schule am Silahopp nach dem System der Gemeinschaftsschule unterrichtet werden kann, mussten entsprechende Umbauten vorgenommen werden. Dazu galt es, aktuelle Brandschutzauflagen und Standards in Sachen Barrierefreiheit zu erfüllen. Die Bauarbeiten, die im Dezember des vergangenen Jahres begonnen haben, gleichen einer Operation am offenen Herzen. „Die Verantwortlichen haben ihr Bestes gegeben, um den Unterricht möglichst wenig zu beeinträchtigen“, betont der Maulbronner Stadtbaumeister Tim Schmidt. „Die Lehrer waren sehr geduldig, dafür sind wir ihnen sehr dankbar“, so der Stadtbaumeister, der von einer „Herkulesaufgabe“ spricht, die für alle Beteiligten unter dem Strich gut gelaufen sei. Maulbronn investiert laut Schmidt als Schulträger insgesamt rund drei Millionen Euro in seine neue Gemeinschaftsschule. Wie hoch die Fördersumme ist, die für den Umbau vom Land fließt, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Der erste Jahrgang kann kommen

Weil Frontalunterricht in der Gemeinschaftsschule wenig praktiziert wird, benötigt die Schulform spezielle Räumlichkeiten und eine entsprechende Ausstattung. Das erfordert teilweise teure Umbaumaßnahmen, wie am Beispiel der Gemeinschaftschule Illingen-Maulbronn deutlich wird. Foto: Disselhoff

Etwa 60 Schüler nehmen nach den Sommerferien in Maulbronn die achte Klasse in Angriff. Die Handwerker werden zu diesem Zeitpunkt noch an der Schule sein. „Die Arbeiten werden sich noch ins erste Schulhalbjahr ziehen“, sagt Schmidt. Man werde weiterhin darauf achten, den Betrieb möglichst wenig zu stören. Zu den Räumen, die noch nicht fertig sind, gehört die neue Schulmensa. Das sei jedoch kein Problem, weil für den Übergang ein Essensraum zur Verfügung stehe, der durch den Caterer, der die Schüler in Illingen versorge, bedient werde, so Schmidt. Der Stadtbaumeister weist darauf hin, dass es beim Schulumbau keine Kostenexplosion gegeben habe. „Die Mehrkosten liegen mit 4,5 Prozent im gängigen Rahmen.“ Die Hälfte der Zusatzkosten seien auf Vorgaben beim Brandschutz zurückzuführen.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen