Der arme Josef

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Klaus Birk unterhält sein Publikum in Schützingen mit überraschenden Einsichten zur Geschichte Jesu

Illingen-Schützingen. So ein VfB-Fan hat seine ganz eigene Vorstellung vom Fest der Liebe. Ein Sieg über den Karlsruher SC zum Beispiel ist für Klaus Birk in etwa wie Weihnachten. Und überhaupt: Der Tübinger Kabarettist erzählte am Samstagabend im Schützinger Spatzabrettle seine ganz eigene Weihnachtsgeschichte.

Der arme Josef

Advent, Advent: Für Klaus Birk ist ein Sieg über den KSC wie Weihnachten. Foto. Stahlfeld

Seit August stünden beim Italiener die Schoko-Nikoläuse auf den Tischen, mäkelte Birk in der Schützinger Festhalle daran herum, dass die Vorweihnachtszeit heutzutage bereits im Sommer beginnt. Logischerweise müsste dann die Osterzeit bereits vor dem 24. Dezember starten. Osterhasen und Nikoläuse kämen einander in die Quere. „Du steuerst auf einen Tag zu, der von vielen gefürchtet wird“, definierte er den Heiligen Abend und sinnierte dann darüber nach, wie man Weihnachten wohl vor 3000 Jahren gefeiert habe. Ob die damals auch Stress mit der Familie hatten, fragte er sich bierernst und im Publikum war der eine oder andere etwas irritiert. 3000 Jahre? Doch Birk legte nach: „Es gibt Leute, die haben es seit über 2000 Jahren schwerer als wir.“ Als da wäre Josef. Seit über 2000 Jahren müsse er sich alljährlich aufs Neue anhören, dass er nicht der Vater von Marias Kind sei. Birk war sich auch sicher, dass Judas keine Lust dazu habe, Jesus jedes Jahr erneut zu verraten. „Können wir es dieses Jahr nicht lassen und lieber Urlaub auf den Bahamas machen?“, habe der vorgeschlagen. Doch die Folgen seien dramatisch. In den bayerischen Klassenzimmern hingen dann ja Kokosnüsse.

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