„Der absolute Wahnsinn“

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Bürgerstiftung Maulbronn erhält 26000 Euro von Ilse Marie und Rolf A. Kern

Kräftige Finanzspritze für die Menschen in Maulbronn: Hansjörg Lechler (v.re.), Susanne Sieber-Böhler und Dr. Till Neugebauer vom Vorstandsteam der Bürgerstiftung freuen sich bei der Übergabe des symbolischen Schecks in der Kindertagesstätte Schleifhäusleweg mit Lesepatin Hanni Müller (li.) über die Zustiftung von Ilse Marie und Rolf A. Kern.

Kräftige Finanzspritze für die Menschen in Maulbronn: Hansjörg Lechler (v.re.), Susanne Sieber-Böhler und Dr. Till Neugebauer vom Vorstandsteam der Bürgerstiftung freuen sich bei der Übergabe des symbolischen Schecks in der Kindertagesstätte Schleifhäusleweg mit Lesepatin Hanni Müller (li.) über die Zustiftung von Ilse Marie und Rolf A. Kern. Foto: Disselhoff

Maulbronn. Dass die beiden Wahl-Maulbronner Ilse Marie und Rolf A. Kern die Bürgerstiftung der Stadt unterstützen wollten, war seit Längerem klar. Doch die Höhe der Zustiftung hat die Verantwortlichen überrascht. „Ich war perplex, als ich von der Höhe des Betrags erfuhr – das ist der absolute Wahnsinn“, sagt Alexander Meixner, Geschäftsführer der Bürgerstiftung Maulbronn, im Gespräch mit unserer Zeitung. Seit 2007 gibt es die Stiftung, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Gemeinschaft in der Stadt zu stärken und bürgerschaftliches Engagement zu fördern und zu unterstützen. Durch die Finanzspritze der Kerns beläuft sich das Stiftungskapital aktuell auf 129000 Euro. Der Ertrag aus dem Geld fließt in verschiedene Projekte. Unter anderem werden Aktivitäten mit Kindern, Jugendlichen und Familien unterstützt, aber auch kulturelle Projekte oder bedürftige Menschen der Stadt. Die Kerns, die in Vaihingen an der Enz früher eine Buch- und Schreibwarenhandlung betrieben und vor 15 Jahren in die Klosterstadt zogen, haben sich ganz bewusst dazu entschieden, die Bürgerstiftung zu unterstützen, wobei sie dafür gesorgt haben, dass ihr Geld in Aktien investiert wird. „Jeder Euro ist bei der Bürgerstiftung gut angelegt, wir wollten mit unserem Geld gezielt etwas vor Ort bewegen.“ Über die Zustiftung freuen sich Menschen wie Hanni Müller. Die ehemalige Erzieherin ist Lesepatin in der Kindertagesstätte Schleifhäusleweg und wird mit einem Anerkennungsbetrag von 20 Euro im Monat von der Bürgerstiftung unterstützt. Müller, die das Geld immer wieder in neuen Lesestoff für ihre kleinen Zuhörer investiert, würde sich als Überzeugungstäterin freilich auch ohne das Geld freiwillig engagieren. Das weiß natürlich auch Susanne Sieber-Böhler vom Vorstandsteam der Bürgerstiftung. Doch die Lesepatenschaft sei ein Vorzeigeprojekt, „weil es uns eben darum geht, bürgerschaftliches Engagement zu unterstützen und zu initiieren“. Sieber-Böhler dankte den Kerns für den „warmen Regen“ – wie Ilse Kern die Zustiftung selbst bezeichnet habe. Vorstandsmitglied Dr. Till Neugebauer merkte diesbezüglich mit einem Schmunzeln an, dass man schon eher von einem Monsun sprechen müsse.

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