Der Zauber kehrt zurück
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Frauenkirche Lienzingen: Das zweite Konzert des „Musikalischen Sommers“ wartet mit einigen Überraschungen auf. Das Grand Duo Concertant zeigt, dass auch eher ungewöhnliche Kombinationen von Instrumenten wunderbar harmonieren können.
Mühlacker-Lienzingen. Musikalische Zweierformationen gibt es zuhauf, allen voran die Kombination eines beliebigen Soloinstruments mit Klavier. Oder es musizieren zwei Violinen, zwei Querflöten, Oboe und Flöte, Klarinette und Fagott und so weiter. Aber Bratsche und Kontrabass? Geht das zusammen? Ja, absolut, das zweite Konzert des „Musikalischen Sommers“ mit dem Bratschisten Matthias Buchholz und dem Kontrabassisten Michinori Bunya eröffnete den rund 80 Zuhörerinnen und Zuhörern überraschend neue, ungewohnte Klangperspektiven. Die beiden Weltklasseinstrumentalisten agierten als Grand Duo Concertant so überzeugend und spielten so beseelt, dass man sich am Sonntagvormittag in der stilvollen Frauenkirche fragen mochte, warum die beiden tiefen Streicherlagen so gut wie nie solistisch zusammen zu hören sind.
Matthias Buchholz (Bratsche) und Michinori Bunya (Kontrabass) gestalten das zweite Konzert des Musikalischen Sommers 2020 in der Frauenkirche Lienzingen. Foto: Fotomoment
Die Bratsche, auch Viola genannt, besitzt zwar nicht die Brillanz und Durchsetzungsfähigkeit ihrer kleineren Schwester, der Geige, klingt dafür aber sonorer, intimer und bisweilen sinnlicher. Der Kontrabass, der üblicherweise das große Orchester nach unten hin abstützt, war in der Matinee als Soloinstrument eine echte Überraschung. Ein weiter Ambitus, der von der unteren Cellolage bis hinab zum ganz tiefen E reicht, führte die Zuhörer in sonst kaum ausgelotete tiefe Klangräume.
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