Der Wespenplage mit Gelassenheit begegnen
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Die gestreiften Insekten fliegen auf das trocken-heiße Wetter. Daher wenden sich besonders viele Hilfesuchende an das Landratsamt.
Mühlacker. Manch einer hat es schon länger vermutet. Ob beim Grillen oder am Kaffeetisch – die oft unliebsamen, gelb-schwarz gestreiften Insekten werden scheinbar immer aufdringlicher. Dabei handelt es sich nicht nur um Einbildung, wie Thomas Köberle, Geschäftsführer des Landschaftserhaltungsverbands Enzkreis (LEV), bestätigt. „Gerade jetzt im Spätsommer, wenn Nahrungsknappheit herrscht, gehen die Tiere wesentlich aggressiver auf Nahrungssuche.“
Schon ihr Anblick wirkt oft alarmierend. Dabei ist Wespe nicht gleich Wespe. Foto: Willimek
Zusätzlich schaffe eine trocken-heiße Witterung ohne Spätfrost besonders gute Voraussetzungen für die Insekten. Dazu passt, dass das Landratsamt Enzkreis in diesem Jahr sehr viele Anfragen von besorgten Anwohnern verzeichne, so der LEV-Geschäftsführer, der es begrüßt, dass die Menschen sich informieren möchten. Häufig würde dabei, so der Eindruck Köberles, gar nicht zwischen den verschiedenen Wespenarten unterschieden. Dabei seien nur zwei der acht heimischen Arten für den Menschen lästig: die Deutsche und die Gemeine Wespe. Die übrigen Arten, darunter auch die Hornisse, interessierten sich gar nicht für Fleisch oder zuckrige Lebensmittel, so dass in der Regel ein friedliches Zusammenleben möglich sei. Deren Nester lösten sich in der Regel auch recht früh im Jahr von ganz alleine auf. Auch Wespen, die ihren Bau in unterirdischen Erdlöchern errichtet haben, könne man in der Regel gut ignorieren, wenn man die Einflugschneise beim Mähen ausspare und die Stelle für Kinder und Haustiere unzugänglich mache, ruft der Experte auf, die Insekten zu schonen.
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