Der Tod kommt immer zur Unzeit
Archiv
Mühlacker. Im Rahmen seiner Jubiläumsveranstaltungen zum 15-jährigen Bestehen bot der Ambulante Hospizdienst Östlicher Enzkreis im Consilio einen Vortragsabend an, der sich mit der „Trauer vor dem Sterben“ befasste. Karl-Heinz Feldmann ist als Klinikseelsorger an der Mainzer Universitätsklinik seit 2005 auf der Palliativstation tätig und ständig mit Sterbenden und deren Angehörigen konfrontiert. „Die Trauer vor dem Tod ist noch nicht so durchleuchtet“, hat er beobachtet und will mit seinen Ausführungen Hilfestellung geben und Wegweiser sein.
Referent Karl-Heinz Feldmann (li.) mit Dr. Johannes Bastian, Vorsitzender des Hospizdienstes Östlicher Enzkreis.
Er berichtete von seinen Erfahrungen mit der Apparatemedizin eines Großklinikums, wo heute die vorherrschende Botschaft sei, dass immer noch etwas für den Schwerstkranken getan werden könne. Zwischen Krankheit und Tod stünden immer neue Therapieversuche, die Krankheit werde in viele kleine Etappen zerlegt und der Tod zu einer chronischen Erkrankung gemacht. „Einen kontinuierlichen Sterbeprozess gibt es nicht mehr, das Sterben kann sich über viele Jahre hinziehen, von einer Hoffnung zur nächsten, verloren gegangen ist damit auch eine Sterbekultur.“
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen