„Der Problemwolf wird kommen“

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Jäger fordern Nachbesserungen im Jagdgesetz – FDP-Abgeordneter Dr. Hans-Ulrich Rülke will Jagdruhe drei Jahre aussetzen

Pforzheim/Enzkreis. Rund 250 Gäste konnte Kreisjägermeister Dieter Krail zur Versammlung der Jägervereinigung Enzkreis/Pforzheim im Schützenhaus begrüßen. Die Herausforderungen für die Jäger seien größer geworden, Jagd stehe im öffentlichen Interesse und werde in der Bevölkerung kontrovers diskutiert, betonte die Vorsitzende der unteren Jagdbehörde des Landratsamts Enzkreis, Hilde Neidhardt. Die Rückkehr alter Tierarten wie des Wolfes stelle die Jägerschaft vor neue Herausforderungen. Handlungsbedarf bestehe bei Ansiedelung von Wolfsrudeln und bei der Afrikanischen Schweinepest.

„Der Problemwolf wird kommen“

Ehrungen (v. li.): Erich Rosenthal, Ulrich Burkhardt, Werner Haberstroh, Frank Roos, Eberhard Schulz, Renate Hartwein, Dieter Reich, Dieter Krail, Stefan Kretz, Hans Deiß und Jürgen Förschler. Foto: Helbig

Der Fraktionsvorsitzende der FDP im Landtag, Dr. Hans-Ulrich Rülke, kritisierte in seiner Rede die Reform des Jagdgesetzes, die nur in wenigen kosmetischen Änderungen bestehe. Das Gesetz werde dort, wo es gut sei, etwa beim Wildtiermanagement, nicht eingehalten, und dort, wo es nichts tauge, rigoros umgesetzt. Biber und Wolf gehörten in das Jagd- und Wildtiermanagementgesetz, so Rülke. Gegen die Ausbreitung der Schweinepest müssten frühzeitig Maßnahmen ergriffen werden, erklärte der Abgeordnete weiter. Die FDP fordere, die Jagdruhe drei Jahre auszusetzen, die Lockfütterung von Schwarzwild zu erlauben und Nachtsichtgeräte für Jagdwaffen zuzulassen sowie weitere Verwahrstellen zu schaffen.

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