Der Mühlehof: ein Abschied in Bildern

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100-Tonnen-Bagger hat in der Stadtmitte Position bezogen – Letztes Kapitel in der wechselvollen Geschichte des Gebäudes bricht an

Mühlacker (the). Der 100-Tonnen-Bagger hat Position bezogen, um seine Zähne in den Stahlbeton des Mühlehofs zu schlagen. Damit erlebt eine wechselhafte Geschichte, die vor 40 Jahren mit den ersten Entscheidungen für eine neue Mühlacker Stadtmitte begann, ihr letztes Kapitel.

Der Mühlehof: ein Abschied in Bildern

1978 hatte der Gemeinderat die Weichen für den Bau des Mühlehofs gestellt, der vier Jahre später mit großem Programm eingeweiht wurde. Die Idee war, den städtischen Kulturbetrieb, Handel und die Gastronomie unter einem Dach zu vereinen, und so beherbergte der mächtige Komplex im Kupfermantel neben den Kultursälen unter anderem einen Minimal-Supermarkt, Geschäfte, Lokale und eine Diskothek. Das Konzept schien aufzugehen: Stars aus Film und Fernsehen gaben sich auf der Bühne ein Stelldichein, Mühlacker erlebte eine neue Blütezeit als kulturelles Mittelzentrum, und zwischen Ladenzeilen und Lokalen pulsierte das Leben – bis Anfang der 1990er Jahre die Euphorie ihre ersten Dämpfer erlebte. Insbesondere der gewerbliche Teil bereitete zunehmend Sorge und wechselte mehrfach den Besitzer. Unter anderem versuchte sich eine Gesellschaft um den ehemaligen Illinger Bürgermeister Ewald Veigel an einer Neubelebung, der sich jedoch ebenso die Zähne ausbiss wie das Berliner Unternehmen Echo Immobilien Entwicklung GmbH, das 2005 ans Ruder kam und mit der Ankündigung einer millionenschweren Generalsanierung das Gebäude komplett übernahm.

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