Der Marder-Papa lernt das Loslassen
Archiv
Tierische Findelkinder aufzunehmen erfordert besondere Kenntnisse – Seminar in der Naturschule Stromberg gibt wichtige Tipps
Einerseits ist ein kleiner, gestreifter Wildschwein-Frischling eine knuffige Angelegenheit, doch wer es mit der Nähe übertreibt, hat es an der Backe, das Schwein: eine Erkenntnis aus einem Seminar der besonderen Art an der Naturschule Stromberg in Schönenberg.
Anschauungsmodell: Der ausgestopfte Rot-Milan braucht nicht mehr aufgepäppelt zu werden, höchstens abgestaubt. Doch so kann man ihn ohne Angst vor Schnabel und Krallen aus der Nähe anschauen und sich von den Fachmännern des Vereins Araneus den richtigen Umgang mit den Tieren erläutern lassen (v.li.): Frank Friedmann, Herbert Keil, Josefin Spallek, Marie Spallek, Thomas Köberle und Christine Schuster. Foto: Roth
Ötisheim-Schönenberg. Das Schwein, erfahren die Teilnehmer, denkt irgendwann, es sei ein Mensch. „Das war es dann mit der Auswilderung. Das Tier ist geprägt. Ist nicht ganz einfach, das Thema.“ Das Bewusstsein, dass ein Wildtier ein Wildtier bleibt, sollte aus Sicht von Thomas Köberle für einen Natur- und Tierfreund oberstes Prinzip sein, sollte er tatsächlich in die Verlegenheit kommen, über einen verwaisten Frischling oder andere Waisen aus der Tierwelt zu stolpern. Zum ersten Seminar „Tier-Findelkinder“ des Araneus-Vereins in der Naturschule Stromberg begrüßte er am Samstagnachmittag 15 Teilnehmer und dazu Herbert Keil. Während Köberle selbst als Landschaftsökologe eher auf Säuger und Kleinvögel spezialisiert ist, gilt Keil als ausgewiesener Experte für die heimischen Greifvögel.
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen