Der Krieg in der Welt und vor der Haustür

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Heute vor hundert Jahren verkündet ein Extrablatt des Dürrmenz-Mühlacker Boten den Beginn der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts

Ein erschossener Thronfolger, ein verhängnisvolles Bündnisgeflecht, Säbelrasseln, Ultimaten: Die Welt stürzt im Sommer 1914 in den Krieg – und mit ihr Mühlacker und die Region. Nichts wird mehr so sein wie zuvor, wie ein Blick in lokale Zeitungen zeigt. Schlaglichter aus den ersten Kriegswochen.

Die Zeitung als Geschichtsbuch: Der Dürrmenz-Mühlacker Bote veröffentlicht ein kleinformatiges Extrablatt zu Kriegsbeginn, darunter liegt das nächste Extrablatt vom 1. August.

Die Zeitung als Geschichtsbuch: Der Dürrmenz-Mühlacker Bote veröffentlicht ein kleinformatiges Extrablatt zu Kriegsbeginn, darunter liegt das nächste Extrablatt vom 1. August.

Enzkreis. Der 1. Fußball-Club Pforzheim hat in der AH-Klasse den ersten Preis im regionalen Pokalwettbewerb gewonnen. Für Nachrichten dieser Art, noch am 30. Juli 1914 auf der ersten Seite des Dürrmenz-Mühlacker Boten nachzulesen, findet sich schon einen Tag später kein Platz mehr. Ausgespielt hat heute vor hundert Jahren der Friede, die Waffen haben das Sagen, und auch in Mühlacker und den Orten im Umkreis kann sich der Entwicklung keiner entziehen. „Unter Trommelschlag oder Trompetenschall“ sei das Staatstelegramm, das vom „Zustand drohender Kriegsgefahr“ und der Erklärung des Kriegszustands kündet, öffentlich auszurufen, befiehlt das Innenministerium in Stuttgart, und sowohl der Dürrmenz-Mühlacker Bote als auch das Amtsblatt für den Oberamtsbezirk Maulbronn und Umgebung „Der Bürgerfreund“ werfen eilig ein Extrablatt auf den Markt.

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