Der Krieg bekommt ein Gesicht
Archiv
Preisgekrönte und zweisprachige Wanderausstellung über den Ersten Weltkrieg ist im Landratsamt in Pforzheim gelandet
Einzelne Schicksale von Beteiligten des Ersten Weltkriegs wollen die Macher der Wanderausstellung, die derzeit im Foyer des Landratsamts in Pforzheim Station macht, darstellen.
Eindrucksvolle Biografien mit vielen Fotos und Zitaten bringen den Ausstellungsbesuchern die Schicksale des Ersten Weltkriegs näher. Foto: Roth
Pforzheim/Enzkreis. Das Foto, das die Archivare diesseits und jenseits des Rheins für die in ihrer Form noch nie dagewesene Wanderausstellung als „Aufmacher“ gewählt haben, spricht mehr als Bände. Es ist ein historisches Dokument, und gleichzeitig hat es einen symbolischen Charakter. Denn beim ersten Blick auf die Aufnahme, die am 10. November 1917 auf dem Hartmannsweilerkopf entstanden ist, kann man die Kriegsgefangenen (Franzosen) nicht von den deutschen Soldaten unterscheiden. Wer ist Opfer? Wer ist Täter? Die Rollen könnten auch beliebig ausgetauscht werden. Die Kriegsgefangenen zumindest waren in dem Moment sicher, so sagt Kurator Peter Exner vom Generallandesarchiv Karlsruhe kurz vor der Ausstellungseröffnung am Montag im Foyer des Landratsamtes Enzkreis. Die Soldaten hingegen hätten gewusst, dass die Schlacht für sie am nächsten Tag weitergeht.
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