Der Holzwurm hat das C zum Fressen gern
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Die Orgel in der Dürrmenzer St.-Andreas-Kirche muss überholt werden – Gemeinde sammelt Geld mit Konzerten und Aktionen
Er ist gefräßig, fortpflanzungsfreudig – und offenbar musikalisch. Ein Holzwurm treibt samt seiner Sippe in der Orgel der Dürrmenzer St.-Andreas-Kirche sein Unwesen. Doch die Fraßschäden sind nicht der einzige Grund, weshalb das Instrument überholt werden muss.
Pfarrer Marcus Kalkofen (v.li.), Organist Ernst Rappold, hier an der elektronischen „Aushilfe“, Kantorin Christiane Sauter-Pflomm und Kirchengemeinderatsvorsitzende Barbara Straub hoffen, dass die Spendenaktion für die Dürrmenzer Kirchenorgel auf ein positives Echo stößt. Abhilfe tut not, davon zeugt eine auf dem oberen Bild rechts zu sehende „getapte“ Pfeife.
Mühlacker. Wenn das Bach wüsste! Seine Werke, aber auch die Kompositionen von Kollegen werden unter den Händen der fähigen Organisten, die in Dürrmenz die Tasten drücken, immer dann von nicht eingeplanten Pausen durchsetzt, wenn ein bestimmtes C erklingen soll. Den hölzernen Produzenten dieses Tons, eine der mehr als 800 Pfeifen, hat der auch an anderen Stellen der Kirche aktive Wurm zum Fressen gern und entsprechend durchsiebt. Selbst eine Art Tape, wie es sonst an angeschlagenen Fußballerwaden zum Einsatz kommt, hat das Übel nicht beheben können. Die Königin der Instrumente, die in den 1950er Jahren nach einer Renovierung Einzug ins Gotteshaus hielt, leidet aber zudem unter weiteren Malaisen, wie Kantorin Christiane Sauter-Pflomm, Kirchengemeinderatsvorsitzende Barbara Straub und Pfarrer Marcus Kalkofen berichten. Die letzte Generalüberholung liege 30 Jahre zurück. Dringend müsse die Orgel nun von Staub und Schimmel befreit werden. Auch manch brüchig gewordenen Lederbalg an den Ventilen gelte es zu ersetzen.
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