„Der Großteil ist drüben“
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Krötenzaun zwischen Illingen und Schützingen wieder abgebaut – Rückwanderung zwingt ehrenamtliche Helfer zu raschem Handeln
Illingen-Schützingen. Wie vielen Kröten Daniel Bauer und sein Team von der Evangelischen Jugendarbeit in den vergangenen Wochen über die Landesstraße zwischen Illingen und Schützingen geholfen haben, weiß der ehrenamtliche Helfer im Dienste der Amphibien aktuell noch nicht. Das war anfangs der Woche aber auch zweitrangig, denn die Tiere begannen nach dem Laichen in den Illinger Klosterseen mit ihrer Rückwanderung. Daher waren er und seine rund zehn bis 15 Helfer am Dienstagabend gefordert, rasch die Zäune abzubauen, denn die wirkten bei der Rückwanderung wie eine Blockade und bedeuteten für viele der Tiere den Tod, so Bauer. Am Sonntag seien deshalb viele Kröten überfahren worden.
Daniel Bauer (re.) und sein Helfer-Team bauen den Zaun zwischen Illingen und Schützingen ab. Nachdem die Kröten mit der Rückwanderung begonnen hatten, war Handeln gefragt.Foto: Fotomoment
Aber warum machen sich die Kröten im Frühjahr eigentlich auf den Weg und laufen ausgerechnet über die vielbefahrene Landesstraße – und später wieder zurück? Das ist auch andernorts wie etwa zwischen Maulbronn und Zaisersweiher alljährlich zu beobachten. Der Schützinger Daniel Bauer klärt auf: So bald es Frühling werde, wachten die Tiere auf, die sich für den Winterschlaf zum Schutz vor der Kälte im Wald eingebuddelt hätten. Wo auch immer sie sich zu diesem Zeitpunkt aufhielten, sei das Ziel für alle gleich: Sie wollten zu den Laichgewässern; im konkreten Beispiel zu den Illinger Klosterseen. „Am liebsten gehen sie, wenn es nass und mild ist, zwischen acht und 15 Grad.“
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