Der Garten als Orchestergraben
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Noch sind die Besuchsmöglichkeiten auch im Maulbronner Pflegeheim Haus Tabor eingeschränkt, aber auf Unterhaltung sollen die Bewohner nicht verzichten müssen. Dafür hat am Montag ein musikalischer Gastauftritt des Pforzheimer Theaterensembles gesorgt.
Maulbronn. Im Rahmen der Reihe „Hof- und Wiesenkonzerte“ gastierte das Pforzheimer Theater am Montag auch im Maulbronner Pflegeheim Haus Tabor. Das Sänger-Duo Helena Steiner und Lukas Schmid-Wedekind bot, begleitet von Immanuel Karle am Keyboard, ein musikalisches Programm unter dem Titel „Wenn ich ein Vöglein wär’...“. Frei wie ein Vogel zu sein, wünschen sich sicherlich gerade jetzt in Krisenzeiten viele, doch ist für die Pflegeheimbewohner der Alltag oftmals noch stark eingeschränkt.
Für große Freude bei den Bewohnern sorgen Immanuel Karle am Keyboard sowie Helena Steiner und Lukas Schmid-Wedekind am Mikrofon. Foto: Fotomoment
Noch immer sind im Haus Tabor wie auch in vielen anderen Heimen Besuche nur nach Voranmeldung und in speziellen Besuchszimmern unter Trennung durch Plexiglasscheiben möglich, berichtet Heimleiter Martin Gnoyke. „Viele wünschen sich, dass sie ihre Familie zu Hause besuchen können.“ Im Haus Tabor achte man zwar darauf, dass die Bewohner der verschiedenen Bereiche getrennt voneinander leben, auch würden die Mitarbeiter Masken- und Abstandsregelungen vorbildlich einhalten. Dass aus Quarantänegründen eine zweiwöchige Maskenpflicht für Bewohner bestehe, wenn diese die Einrichtung verlassen, bewege allerdings viele Senioren dazu, von Besuchen abzusehen, die prinzipiell möglich wären, sagt er. Was das Gartenkonzert den Bewohnern in der Corona-Zeit geben könne? „Ein Hauch von Normalität, und ein positives Signal von außen, wenn man merkt: Da denkt jemand an mich“, findet der Heimleiter.
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