Der Fall Wagner neu entdeckt
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Führung in Mühlhausen und Theater-Doku im Mühlehof befassen sich mit dem „Mordbrenner“
Mühlacker-Mühlhausen (the). Ernst August Wagner, Beruf Hauptlehrer, geboren 1874 in Eglosheim, gestorben 1938 in der Heilanstalt Winnenthal, tötet am 4. September 1913 in Degerloch seine Frau Anna und die vier Kinder und macht sich mit Zug und Fahrrad – nach Zwischenstopp beim Bruder in Eglosheim – auf den Weg nach Mühlhausen. In der Dunkelheit legt er an mehreren Stellen Feuer und erschießt, als die Menschen aus den Häusern laufen, neun Einwohner des Ortes.
In der Reihe der Mühlhäuser Bekanntheiten steht der geisteskranke Amokläufer, der den Rest seines Lebens als Insasse der Heilanstalt Winnenthal fristet, neben dem Pfarrer und Dichter von Kirchenliedern Friedrich Hiller, dem Missionar Wilhelm Friedrich Kärcher und dem Baupionier Gustav Adolf Wayss. Ernst August Wagner ist als „Lehrer, Dichter und Massenmörder“ ein Teil der Heimatgeschichte geworden, wenngleich er sie um ein trauriges Kapitel bereichert hat. „Es ist wichtig, dass auch die heutigen Generationen wissen, was damals passiert ist“, sagt zum 100. Jahrestag der Mordnacht Walter Schmierer senior, Neffe eines der Opfer.
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