Der Erste Weltkrieg als Aufhänger

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Uraufführung der Operncollage „Luftbeben 100_14“ am Theater Pforzheim hinterlässt viele Fragezeichen

Rund zweieinhalb Stunden, einschließlich einer Pause, dauert die Vorstellung der Uraufführung im Theater Pforzheim. Es ist eine angebliche Operncollage von Wolf Widder und Robert Eikmeyer, der der Erste Weltkrieg als Aufhänger dient.

Das Publikum bekommt viel und vielerlei zu hören und zu sehen. Dazu gehört auch, dass Sprecher kopfüber vom Schnürboden herabhängen.

Das Publikum bekommt viel und vielerlei zu hören und zu sehen. Dazu gehört auch, dass Sprecher kopfüber vom Schnürboden herabhängen. Foto: privat

Pforzheim. So eigenwillig wie die Schreibweise des Titels „Luftbeben 100_14“, so ambitioniert ist das ganze Unternehmen, das allerdings seinem Anspruch in keiner Beziehung gerecht wird. Den Begriff „Luftbeben“ brachte Peter Sloterdijk, in Bezug auf den ersten Einsatz von Chlorgas als Kampfmittel am 22. April 1915 im belgischen Ypern, ins Spiel. Dieses „Luftbeben“ ist für den in Karlsruhe lehrenden Philosophen bis heute eine der Quellen des Terrors. Dem „Luftbeben“ sei allerdings schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein „Kunstbeben“ vorausgegangen, das „auf künstlerischem Gebiet keine der bis dahin gültigen Regeln und Vorstellungen unangetastet ließ“.

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