Deponiekosten verhageln Kalkulation

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Sanierung der Bergstraße in Ölbronn wird deutlich teurer als ursprünglich angenommen

Ölbronn-Dürrn. Die gute Konjunktur geht nicht nur einher mit steigenden Preisen, sie reißt auch ein tiefes Loch in die Kasse der Gemeinde Ölbronn-Dürrn. Die Sanierung der Bergstraße, in der auch die Wasserleitungen und der Kanal erneuert werden sollen, wird deutlich teurer als geplant. Der Gemeinderat musste in seiner Sitzung am Donnerstagabend eine bittere Pille schlucken, als er die Arbeiten für 1,15 Millionen Euro an die Firma Heinrich aus Maulbronn vergeben hat. Mit den Nebenkosten für Ingenieurleistungen fallen sogar 1,37 Millionen Euro für die Bergstraße an. Damit wird die ursprüngliche Kalkulation von einer Million Euro deutlich übertroffen. „Das ist eine höchst unerfreuliche Entwicklung“, stellte Bürgermeister Norbert Holme zerknirscht fest.

Planer Siegfried Gerst erklärte den Gemeinderäten, warum die Angebote weit von seinen Kostenschätzungen entfernt sind. Vor allem die Entsorgungskosten seien regelrecht explodiert. „Sie schlagen mit zusätzlichen 145000 Euro zu Buche“, so Gerst. Dabei habe er sich bei seiner Kalkulation auf Erfahrungswerte aus den vergangenen sechs Monaten gestützt. Weitere 110000 Euro Kosten seien zusätzlich entstanden, weil das Leistungsverzeichnis angepasst wurde. „Das ist aber kein eigentlicher Kostensprung, weil es sich hier um Massenmehrungen handelt“, so Gerst. Anders ausgedrückt: Wer mehr Leistungen will, muss auch mehr bezahlen.

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