„Den Opfern wieder ein Gesicht geben“

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Gedenkveranstaltung und Vortrag in Pforzheim zum 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

Pforzheim. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz nahe der polnischen Stadt Krakau. Den Soldaten boten sich Bilder unvorstellbarer Verbrechen, die Nationalsozialisten systematisch an Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen, politisch Andersdenkenden und vielen weiteren Gruppen begangen hatten. Rund 1,2 Millionen Menschen mussten in Auschwitz und seinen Nebenlagern ihr Leben lassen. Der Tag wurde deshalb 1996 zum Gedenktag für alle Opfer der Nationalsozialisten erklärt.

Gerhard Brändle bei seinem Vortrag. Foto: Rohn

Gerhard Brändle bei seinem Vortrag. Foto: Rohn

Anlässlich der Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der Befreiung hatten sich nun in Pforzheim rund 60 Gäste im Vortragssaal der Volkshochschule eingefunden. Neben Vertretern der Jüdischen Gemeinde waren auch zahlreiche Mitglieder der Initiative gegen Rechts anwesend. Ein Vortrag von Gerhard Brändle beleuchtete auch Pforzheimer Schicksale. Begrüßt wurden die Anwesenden durch Oberbürgermeister Gert Hager. Dieser mahnte zum Nachdenken und Erinnern. Verbrechen der Nationalsozialisten habe es auch hier gegeben. Das Geschehene aufzuarbeiten, sei ein Beitrag dazu, einer Wiederholung vorzubeugen. Die unfassbare Dimension der NS-Gräuel lasse häufig vergessen, dass es sich bei den Opfern um Freunde, Nachbarn und Mitbürger gehandelt habe.

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