Dem Virtuosen auf die Finger schauen
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Pianist Jörg Hegemann erweckt Boogie-Woogie zum Leben
Mühlacker. Der Boogie-Woogie-Pianist Jörg Hegemann gab sich vor knapp 100 Gästen im Mühlehof die Ehre. Unterstützt wurde er in der Rhythmus-Sektion von Schlagzeuger Jan Freund und Reinhard „Django“ Groll am Kontrabass. Letzterer dürfte dem aufmerksamen Jazz-Fan unter einem anderen Banner bekannt sein, der Ethno-Jazzband „Bescay“, die mit türkischen und osteuropäischen Einflüssen musiziert. Den Zuschauern gefiel es offensichtlich sehr, mit welch Tempo, Präzision und Raffinesse Hegemann über die Tasten des Flügels schwebte, und so stürmten einige in der Pause den Verkaufsstand und ließen sich von Hegemann, der diesen selbst betreute, gleich beraten, welches seiner Alben denn dem Auftritt am nächsten komme.
Jörg Hegemann erweist sich beim Bluesfrühling-Konzert im Mühlehof als virtuoser Pianist und charmanter Erzähler. Foto: Rieger
Doch blieb die Aktivität des Publikums auf die Pause beschränkt, was möglicherweise auch mit den Räumlichkeit des Konzerts zusammenhing. Im Foyer waren Stuhlreihen, teils mit Tischen versehen, aufgestellt, die nicht jedem Zuschauer den Blick auf die Tasten ermöglichten. Immer wieder regten sich die Köpfe, um speziell bei den Soli die Fingerfertigkeit des Virtuosen zu verfolgen. Insbesondere bei dieser schnellen und lebensfrohen Musik wusste der ein oder andere Zuschauer nicht, ob er jetzt aufstehen und tanzen, klatschen oder mit ehrfürchtigem Schweigen dem Boogie-Trio begegnen sollte.
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