Debatte um Wallfahrtsweg geht weiter
Enzkreis
Anstatt die Planungen für den Neubau einer Flüchtlingsunterkunft voranzutreiben, ist nun die Pause-Taste gedrückt. Sollte sich der Gemeinderat in Mühlacker in einer zweiten Abstimmung gegen das Vorhaben aussprechen, wird es wohl nicht realisiert.
Nicht nur der Abriss einer Scheune ist ins Stocken geraten, sondern das ganze Projekt „Flüchtlingsunterkunft am Wallfahrtsweg“ steht wieder in Frage. Foto: Schüller
Mühlacker/Enzkreis. Die Begeisterung über den Beschluss des Kreistags dürfte sich sowohl in der Kreisverwaltung als auch in der Stadtverwaltung Mühlacker in engen Grenzen bewegen – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Mit großer Mehrheit haben die Mitglieder des Enzkreis-Gremiums am Montagnachmittag entschieden, dass man am Wallfahrtsweg in Mühlacker keine Flüchtlingsunterkunft gegen den Willen der Stadtverwaltung bauen möchte. Sollte diese ihre Zustimmung zurückziehen, wovon angesichts eines interfraktionellen Antrags auszugehen ist, solle die Kreisverwaltung die bisher entstandenen Planungskosten jedoch an die Senderstadt weitergeben. Ohne sich genau festzulegen, sprach die Erste Landesbeamtin Dr. Hilde Neidhardt auf Nachfrage aus dem Kreistag von einer „niedrigen sechsstelligen Summe“ (das Mühlacker Tagblatt hat berichtet).
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